Werte Leserschaft,
mit 122 km/h – nach Toleranzabzug – über die Werstener Straße bei erlaubten 60 oder mit 129 km/h über die Vennhauser Allee, wo 50 gilt. Da fragt man sich, welcher erwachsene Fahrer so unterwegs ist. Doch es geht auch jünger: Ein 15‑Jähriger fuhr auf dem Karweg den Pkw eines Freundes seines Vaters und kollidierte mit einem Verteilerkasten. Man möchte fragen, wie es dazu kommen konnte – doch offenbar war alles „abgesprochen“, denn der Vater saß daneben auf dem Beifahrersitz.
Solche Fälle sind kein Einzelfall. Pünktlich zur Blitzerwoche wird dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss am 15. April 2026 der Verkehrsbericht 2025 des Polizeipräsidiums Düsseldorf vorgestellt. Ich bin gespannt, wer sich im nächsten Jahresbericht wiederfindet. Hier die wichtigsten Punkte – und wenn ihr künftig nichts verpassen wollt, abonniert gerne meinen WhatsApp-Kanal. Den Link zum vollständigen Bericht findet ihr am Ende des Artikels.
Das Verkehrsaufkommen ist weiter gestiegen – und mit ihm auch die Zahl der Unfälle. Im Stadtgebiet Düsseldorf wurden knapp 30.000 Verkehrsunfälle registriert, auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizei Düsseldorf mehr als 16.000. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der Verunglückten leicht an.
Besonders belastend bleibt die Zahl der Verkehrstoten. Im Stadtgebiet kamen 2025 neun Menschen ums Leben, auf den Autobahnen 17. Viele dieser Unfälle waren laut Bericht auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen, etwa zu hohe Geschwindigkeit, zu geringer Abstand, Alkohol- oder Drogenkonsum sowie Fehler beim Abbiegen oder Wenden.
Im Stadtgebiet Düsseldorf gab es 29.989 Verkehrsunfälle, ein Plus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden stieg leicht auf 2.480, während 27.509 Unfälle reine Sachschäden waren. Auch die Zahl der Verunglückten nahm um 10,1 Prozent auf 3.043 zu. Auffällig ist zudem der starke Anstieg bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen: Hier gab es 307 Unfälle und 225 Verunglückte, deutlich mehr als im Vorjahr.
Zu den besonders betroffenen Gruppen zählen Kinder, junge Erwachsene, Seniorinnen und Senioren sowie Rad- und Pedelecfahrende. Bei Kindern stiegen vor allem die Schulwegunfälle deutlich an. Bei Rad- und Pedelecfahrenden sowie bei zu Fuß Gehenden verzeichnete die Polizei ebenfalls Zuwächse bei Unfällen und Verletzten.
Auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizei Düsseldorf wurden 16.646 Unfälle gezählt, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Verunglückten stieg auf 2.516. Auch dort spielten menschliche Fehler eine große Rolle, vor allem bei Auffahrunfällen, riskantem Fahrverhalten und Falschfahrten. Besonders gefährlich waren Unfälle mit Lkw, Krafträdern und im Stauende-Bereich.
Die Polizei verweist außerdem auf eine intensive Verkehrsüberwachung. 2025 wurden unter anderem mehr als 138.000 Geschwindigkeitsverstöße, über 18.000 Abstandsverstöße und zahlreiche Verstöße im Bereich Alkohol, Drogen und Vorfahrt geahndet. Hinzu kommen Präventionsangebote an Schulen, in Kindergärten und bei speziellen Trainings, mit denen die Polizei auf Aufklärung und Unfallvermeidung setzt.
Der Bericht des Polizeipräsidiums Düsseldorf macht deutlich: Viele schwere Unfälle wären vermeidbar gewesen. Deshalb bleibt die zentrale Botschaft der Polizei eindeutig: Wer aufmerksam fährt, Regeln einhält und Rücksicht nimmt, kann Leben schützen. Und ich denke, das ist doch im Interesse aller.
Mit himmlischem Gruß und bleibt gesund

